Selbstgespräche #7

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Ich… Bin… Ein… CHIBI!

Ich hasse dich.

Du hasst alles.

Ich bin wundervoll. Seht euch das an!

Wieso hat sie doch gewonnen?

Ich fand die Idee doch ganz lustig. Das gibt dem Blog eine persönliche Note.

Der ganze Müll hier ist doch persönlich genug.

Müll? Das ist doch kein Müll.

Mit Müll ist für gewöhnlich Abfall gemeint. Und Abfall sind Reste die übrig bleiben und einen Festen, Flüssigen oder sogar gasförmigen Zustand haben. Demnach ist das hier kein Abfall, oder Müll.

Jeder Beitrag hier ist Abfall von etwas… besserem.

Wieso bist du so gemein?

Willst du mir sagen das diese Gedanken hier lediglich eine Entlastung zu den weitaus Interessanteren sind, weshalb diese hier einfach als eine Art Nebenprodukt entstehen?

Wenn wir Abfall sind, möchte ich recycelt werden!

Eigentlich will ich dir nur klar machen wie wenig Wert dieses Ganze Gerede hier hat.

Warte, du willst es als Wertlos bezeichnen das ich jetzt ein Chibi bin?

Ja! Denn all das hat keine Bedeutung. Niemand liest das-

Wenn ich dich hier schon mal unterbrechen darf: Ich habe Leser. Und ah, Menschen die mir zuhören.

Pah! Das sagst du dir! Aber eigentlich bist du niemanden wichtig. Deine Existenz hat keine Bedeutung. Weder die Dinge die du denkst, noch all das was du versuchst zu tun wird irgendeine Bedeutung haben. Nichts davon wird wirklich etwas verändern. In dieser grausamen, skrupellosem, verfluchten Welt sind wir alle nur eine unbedeutende Existenz.

Aha, bist du fertig?

Nein. Wir versuchen verzweifelt unserem Leben eine Bedeutung zu geben. Wir wollen etwas hinterlassen. Wir wollen nicht vergessen werden. Wir wollen etwas bewegen… Aber im großen und ganzen tun wir das ja doch nicht. Denn das Leben kommt immer wieder und stampft uns in den Boden. So lange bis uns letztendlich der Tod einholt, und wir nichts getan haben außer festzustellen wie schnell die Zeit uns verlassen hat.

Wow. wie deprimierend.

Zeit kann uns nicht verlassen.

Was? Sorry, ich konnte dich nicht hören über meine Großartigkeit.

Ihr wollt also Ignorieren wie traurig und Sinnlos unsere Existenz doch ist? Darum hasse ich euch…

Ja, Nein. Ich bin ja auch manchmal genervt von… warte, mir selbst.

Wie ich sagte. Wir sind Wertlos.

Das meine ich ni-

Du hasst dich selbst. Denn nichts von dem, was du planen tust kannst du umsetzen. Du bist ein Verlierer, auf ganzer Linie. Du bist weder Intelligent, noch begabt in irgendwas. Du kannst nichts wirklich gut. Niemandem bist du eine Hilfe, am wenigsten dir. Niemand braucht uns und wir sind für nichts gut. 

Äm…

Das ist nicht ganz korrekt. A.: Ich bin relativ intelligent und B.: Es gibt ein paar Fertigkeiten die wir haben. Zeichnen beispielsweise.

Relativ intelligent zu was? einem Toaster?

Es gibt Toaster mit W-Lan…  Ich habe kein W-Lan.

Intelligenz ist immer relativ. Denn es gibt verschiedenste Arten davon.

Ah, über Intelligenz zu diskutieren macht es nur noch schlimmer. Im ernst es gibt wichtigeres. Lass gut sein.

Ich bin dran! Sieh mal, wir sind immer wieder aufgestanden. Das Leben ist chaotisch, und das macht es so lustig. Wäre doch langweilig alles Geschenkt zu bekommen. Es ist viel lustiger darum kämpfen zu müssen.

Kämpfen? Wofür denn noch?

Für das Leben.

Okay, so dramatisch sollte das gar nicht werden…

ICH BIN EIN CHIBI! Das ist genug Dramatik. Und das ist wundervoll. 

Na gut, dann unterbreche ich das mal.

Ich möchte auch noch etwas dazu sagen.

Interessiert aber niemanden.

Das muss wirklich nicht sein.

Ja… lass man.

Sorry Herz, niemand hört dir zu.

Wie gemein.

Light a way … Teil 6

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Dennoch wurde ich neugierig: „Was ist dein Ergebnis?“
„Das der Dämon noch lebt.“, bemerkte sie. Natürlich sah ich daraufhin zu ihm rüber. fröhlich schwebte er im Raum. „Das kann auch so bleiben!“, rief dieser empört. Mit ihrer Antwort konnte ich aber nur wenig anfangen.
„Also gut.“, begann die Junge Frau in der weiten Jacke zu sagen. „Wir können jetzt alle unsere Wege gehen, oder wir machen es interessanter und reisen zusammen. Es kommt mir so vor als ob wir alle drei Reisende auf der Suche nach einem Ziel sind. Jäger, du bist seltsam, aber du wirkst nicht sehr bedrohlich…“, das beleidigte mein Ego ein wenig. Doch ich sah darüber hinweg. Dann streckte sie mir ihre in einem Handschuh verpackte Hand entgegen.
Damit löste sich die Angespannte Atmosphäre entgültig. Dankend nahm ich an und stand auf. Schnell verschwanden ihre Hände wieder in den Taschen ihrer Jacke.
„Warum sollten wir zusammen reisen? Ich kenne dich nicht. Und ich hasse Dämonen.“, bemerkte ich dann. Denn so bald sie meine Hand losließ verflog der Zauber und ich war wieder in der Realität angekommen. Mein Opa sagte mir oft das ich Fremden nichts glauben, und ihnen schon gar nicht vertrauen soll. Dennoch sollte ich freundlich bleiben. Das gelang mir aber nicht immer. Auch diesmal nicht. „Du hast eben noch gedroht mich umzubringen und jetzt soll ich mit dir reisen? klingt unvernünftig!“, rief ich wütend. Da hörte ich ein Kichern und sah zum Dämon. Er fing an mir auf die Nerven zu gehen. Das sagte ich ihm dann auch: „Du beginnst mich zu nerven. Sei leise!“ Doch er kicherte weiter: „hi, hi, hi. Reisen, reisen, reisen. Spannend wird das, ja sehr.“
„Ich kann durch den Raum reisen. Das wäre bei deiner Suche doch sicher eine große Hilfe. Aber mir ist egal was ihr tut. Ihr könnt ja gehen wohin ihr wollt.“, sagte sie auf einmal und ging ein paar Schritte durch den Raum. misstrauisch sah ich sie an und sprach aus was ich dachte: „Warum sollte jemand wie du mir helfen wollen? Warum?!“  „Ja, für dich ergibt das keinen Sinn… Wir wären uns gegenseitig eine Hilfe, weißt du? Es wäre aber schade, wenn diese interessante Begegnung so schnell endet. Wartet draußen. Ich lade dich auf was ein. Du hast doch sicher Hunger?“, „Du willst also eine Gegenleistung…“, murmelte ich.
Doch nachdem sie das sagte viel mir ein, dass ich noch nichts gegessen hatte. „Oh ja, danke.“, meinte ich fröhlich. „Aber..“, fragte ich. „Wieso soll ich draußen warten? Was hast du vor?“, empört sah ich sie an und zog misstrauisch mein Messer. Da grinste sie erneut und kam einen Schritt auf mich zu.
„Du gehörst hier nicht her.“, antwortete sie. „W-was? Aber ich kann doch gehen wohin ich will!“, stotterte ich verunsichert. „Ja schon. Aber du solltest wirklich von hier verschwinden.“, empfahl sie mir. Das verwirrte mich. Ich wurde noch Misstrauischer und wütend. „Was verbirgst du vor mir? Was ist das hier für ein Ort?“ fragte ich mit gezücktem Messer. „Ha ha ha, vielleicht solltest du doch dahin zurück, wo du hergekommen bist. Hier findest du dich jedenfalls nicht zurecht.“, bemerkte sie. Ich war verwirrt. Ich soll dahin zurück wo ich herkam? Zurück in die Dunkelheit? Nein, das wollte ich nicht. „Nein. Ich bin doch erst in der Stadt angekommen!“, antwortete ich. Mit einem genervten Stöhnen sank ihr Kopf. Dann sagte sie: „Schön. Hast du gut gemacht. Aber jetzt gehe einfach hier raus, und in ein paar Minuten treffen wir uns draußen.“ „Du kannst doch auch mit uns mitkommen! Was hast du vor?“ schrie ich wütend. „Wieso muss ich aus? sag schon!“ Ich forderte eine Antwort. „Weil du ein Mann bist.“, sagte sie ganz trocken. „Was denn, ist man hier so sexistisch?“, wollte ich empört wissen. Da fing sie an zu lachen. „Was?!“, rief ich fragend und genervt. Nachdem sie sich wieder gefasst hatte antwortete sie mir: „Meine Güte bist du laut. Das hier ist eine Damentoilette. Männer gehören hier nicht rein…“, erklärte sie mir. „Oh. Also… Ja. Dann warte ich mal… Draußen.“, murmelte ich peinlich berührt und steckte mein Messer zurück in die Innenseite meines Mantels. Der Dämon kicherte: „hi, hi, hi.“
Sie drehte sich zu der schwarzen Wolke mit Gesicht und fordere ihn auf: „Du sollst auch raus.“, „Aber, aber, nein, nein.“, antwortete der Dämon mit Witz in der Stimme. „Dämonen dürfen überall rein.“, er kicherte weiter. Alles was sie tat war den Kopf zu schütteln: „Los, mach da weiter wo du aufgehört hast und verfolge ihn. Jetzt erstmal bis vor die Türe.“ kichernt verließ er den Raum, indem er durch die Wand flog. Ich wollte auch gehen, doch sie rief mir noch nach: „Jäger…“, Ich drehte mich neugierig zu ihr und hörte an was sie mir noch kurzes zu sagen hatte. Dann schloss ich die Türe von außen. Dort lehnte ich mich an die Wand und dachte erst einmal nach. Der Dämon war an meiner Seite. „Frauen.“, zischte dieser, wie gewohnt mit einem Grinsen.