Light a way … Teil 3

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Gerade eben wurde ich das zweite mal an einem Tag durch eine Wand geworfen, und landete so an einem anderem Ort. Ja, durch eine Wand. Jetzt lag ich auf einem weißen Fliesenboden und starrte verwirrt auf die weiße Wand vor mir. Sie bewegte sich in Wellenartigen Bewegungen, zog sich jedoch gleichzeitig zur Mitte hin zusammen. Was ich aber viel erstaunlicher fand, war das eine Person aus dieser Wand heraus schritt. Vor mir stand eine junge Frau, die in einer weiten Jacke gekleidet. Ihr Gesicht war in den Schatten ihrer Kapuze gehüllt, so das ich ihre Mimik nur schwer deuten konnte. Doch auch der rote Schal verbarg ihr listiges grinsen nicht vor mir. Die Wand hörte nach wenigen Sekunden auf sich zu bewegen und dann machte sie zwei Schritte auf mich zu. Schnell rappelte ich mich auf und stolperte zurück. Sie machte keine Anstalten stehen zu bleiben, weshalb ich meine Arme nach vorne nahm und begann zu betteln: „H-hör zu. Ich weiß nicht wer du bist. I-Ich will, will n-nichts von dir! Lass mich leben, Ja?“ Plötzlich schlug sie mit ihrem rechtem Arm neben meinen Kopf, an die Wand. Ich stieß mit meinen Kopf gegen die Wand, weiter konnte ich nicht zurück laufen. Ängstlich sah ich nach unten. Richtig, nach unten. Sie war kleiner als ich, was die Situation für Außenstehende bestimmt lächerlich aussehen lies. Doch von meiner Perspektive aus wurden ihre Augen von ihrer Kapuze verdeckt, und ich sah nur ihr Grinsen. Zudem spürte ich eine starke, unheimliche Präsenz. „Du bist ein jämmerlicher Jäger.“, sagte sie mit einem rauen Ton. Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen: „mein Opa hat mich gut ausgebildet. du weißt doch nichts über mich!“ Sie fing an zu lachen. „Bahaha! Dich hab ich nicht gemeint.“ Dann sah ich ihren Arm an und beobachtete wie sie zitterte. Ihre Hand ballte sie fast zur Faust. „Das kann doch nicht…“ begann ich zu sagen. Sie unterbrach mich aber. „jämmerlich.“, murmelte sie. Es war unbegreiflich für mich. In ihrer Hand wurde etwas sichtbar. Es war wie ein schwarzer Gasball, mit lila Akzenten, schmalen Augen und einem Halbmond förmigen Grinsen, das sie jedoch fast zerquetschte.

„Ah! Bitte unterbrecht die Dramatik und lass mich los! Sprich doch wenigstens mit mir. Lass und verhandeln.“ schrie der Geist. Ich machte einen Schritt zurück. „Ich bin kein Jäger, Nein, Nein. ich bin… meine war, Kundschafter, wenn man es so nennen kann. Ja das kann man so nennen, ja, ja, da bin ich mir sicher!“ Meine Angst war verflogen. Denn mit Geistern wusste ich umzugehen. Schnell zückte ich mein Messer und wollte zustechen. Doch sie drehte die Hand weg und verhinderte so das ich meine Arbeit tun konnte. „Meine Waffe ist hungrig.“, sagte ich düster. „Er ist ein Dämon. So gut kann ich Auren lesen.“ Ihr lächeln verschwand. „Du bist also eine Ratte und ein Dieb.“, sie ließ die Kreatur los. „Was ist das für eine Energie die ihn umgibt?“ fragte ich in den Raum, als meine Augen einen Gelben Schleier um die Aura der Kreatur bemerkten. Mir war klar das dies eine Energie sein muss, die nicht zum Dämon gehörte. Sie stöhnte genervt: „Und du bist ein mieser Dämonenjäger, der erst schießt, bevor er fragt.“ Sie schüttelte den Kopf und grinste. „Ein Dämon, ein schlechter Jäger und eine Reisende sind in einem Raum… Klingt wie der Anfang von nem schlechten Witz!“, bemerkte sie, doch erklärte dann: „Ich hindere ihn daran zu verschwinden. Zuerst dachte ich, er gehört zu dir.“, „Ich gehöre niemanden!“, rief die hohe Stimme des Dämonen dazwischen. „Ah, aber jetzt weiß ich das du einfach ein schlechter Jäger bist. Meine Güte das seid ihr beide.“ Sie sah den Dämon an. „Du klebst dich an ihn und meinst es reicht wenn man dich nicht sieht. Dann reist du bei uns auch noch per Anhalter mit. Und das ganz ohne Handtuch!“ bei ihrem letzten Satz musste sie wieder grinsen. Ich verstand nicht wieso. Dann sprach sie mit mir: “ Und du… Hast mich wohl mit einem Mädchen verwechselt das du stalkst oder was?“, „Was soll das heißen?“ fragte ich verdutzt. Daraufhin schlug sie sich die Hand vor ihr Gesicht. „Hihihi, was für ein Amüsanter Mensch.“, kicherte der Dämon, der wohl keine Probleme damit hatte festgehalten zu werden. „Ah, Ich weiß nicht ob du ein perverser bist, oder einfach keine Ahnung vom Leben hast.“, murmelte sie. Sie sah wieder auf und sagte noch etwas in einem ernsten Ton: „Ein Dämonenjäger der es nicht einmal merkt wenn ein Dämon ihn verfolgt ist nutzlos.“ Ich schwieg. Denn sie hatte recht. Natürlich habe ich eine Präsenz gespürt, doch ich habe nichts wirklich bemerkt. Das machte mich wütend.
„Das ist wie ein Jagdhund der kein Blut riechen kann.“, meinte der Dämon. Sie nickte und sagte daraufhin: „Wie ein Koch der nichts schmecken kann.“ Dann meinte der Dämon wieder: „Ein Rad das nicht rollen kann.“, „Dann wäre es doch kein Rad.“ bemerkte sie. „Stimmt, stimmt, außer man nennt es so. Oder ein Buch das man nicht lesen kann.“ mittlerweile schienen sie sich darüber zu amüsieren und sie sagte: „Wie die Räder von Jagusk. Nutzlose kleine Würfel, aus denen man nur Schreie gewinnen kann. Aber du bist wie ein Mikro, mit dem man nichts aufnehmen kann.“ Dabei deutete sie mit ihrem Daumen auf mich. „Oder eine Waffe, mit der man nicht töten kann.“ fuhr der Dämon fort. „Eher wie ein Musiker der nicht hören kann.“, „Aber, Aber, gab’s da nich‘ ein?“ fragte der Dämon. „Nunja, Beethoven war schwerhörig, wurde aber erst spät wirklich taub. Zudem hatte er eine Metall Kuppel auf dem Klavier mit dem er die Schwingungen der Töne spüren konnte. Ist es nicht beeindruckend, so zu komponieren?“, „Aha, Aha, da ist `n wissendes kleines Ding hi´“, frech grinste der Dämon. „Spar dir den Sarkasmus… Ich kenne diesen Akzent bei Dämonen. Bist du ein Geradug-plaghin- kleporianuvars-roroliatrer?“ fragte sie überrascht.
„Was?!“ rief ich in den Raum, da ich nun entgültig verwirrt war. Ich wusste nicht mehr was hier passiert, geschweige denn was hier geredet wird.

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