Light a way… Teil 3

Gerade eben wurde ich das zweite mal an einem Tag durch eine Wand geworfen, und landete so an einem anderem Ort. Ja, durch eine Wand. Jetzt lag ich auf einem weißen Fliesenboden und starrte verwirrt auf die weiße Wand vor mir. Sie bewegte sich in Wellenartigen Bewegungen, zog sich jedoch gleichzeitig zur Mitte hin zusammen. Was ich aber viel erstaunlicher fand, war das eine Person aus dieser Wand heraus schritt. Vor mir stand eine junge Frau, die in einer weiten Jacke gekleidet. Ihr Gesicht war in den Schatten ihrer Kapuze gehüllt, so das ich ihre Mimik nur schwer deuten konnte. Doch auch der rote Schal verbarg ihr listiges grinsen nicht vor mir. Die Wand hörte nach wenigen Sekunden auf sich zu bewegen und dann machte sie zwei Schritte auf mich zu. Schnell rappelte ich mich auf und stolperte zurück. Sie machte keine Anstalten stehen zu bleiben, weshalb ich meine Arme nach vorne nahm und begann zu betteln: „H-hör zu. Ich weiß nicht wer du bist. I-Ich will, will n-nichts von dir! Lass mich leben, Ja?“ Plötzlich schlug sie mit ihrem rechtem Arm neben meinen Kopf, an die Wand. Ich stieß mit meinen Kopf gegen die Wand, weiter konnte ich nicht zurück laufen. Ängstlich sah ich nach unten. Richtig, nach unten. Sie war kleiner als ich, was die Situation für Außenstehende bestimmt lächerlich aussehen lies. Doch aus meiner Perspektive aus wurden ihre Augen von ihrer Kapuze verdeckt, und ich sah nur ihr Grinsen. Zudem spürte ich eine starke, unheimliche Präsenz. „Du bist ein jämmerlicher Jäger.“ sagte sie mit einem rauen Ton. Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen: „mein Opa hat mich gut ausgebildet. du weißt doch nichts über mich!“ Sie fing an zu lachen. „Bahaha! Dich hab ich nicht gemeint.“ Dann sah ich ihren Arm an und beobachtete wie sie zitterte. Ihre Hand ballte sie fast zur Faust. „Das kann doch nicht…“ begann ich zu sagen. Sie unterbrach mich aber. „jämmerlich.“ murmelte sie. Es war unbegreiflich für mich. In ihrer Hand wurde etwas sichtbar. Es war wie ein lillaner Gasball, mit dunkelroten Akzenten, Katzenaugen und einem Halbmond förmigen Grinsen, das sie jedoch fast zerquetschte.

„Ah! Bitte unterbrecht die Dramatik und lass mich los! Sprich doch wenigstens mit mir. Lass und verhandeln.“ schrie der Geist. Ich machte einen Schritt zurück. „Ich bin kein Jäger, Nein, Nein. ich bin… meine war, Kundschafter, wenn man es so nennen kann. ja das kann man so nennen, Ja, ja, da bin ich mir sicher!“ Meine Angst war verflogen. Denn mit Geistern wusste ich umzugehen. Schnell zückte ich mein Messer und wollte zustechen. Doch sie drehte die Hand weg und verhinderte so das ich meine Arbeit tun konnte. „Meine Waffe ist hungrig.“, sagte ich düster. „Er ist ein Dämon. So gut kann ich Auren lesen.“ Ihr lächeln verschwand. „Du bist also eine Ratte und ein Dieb.“, sie ließ die Kreatur los. „Was ist das für eine Energie die ihn umgibt?“ fragte ich in den Raum, als meine Augen einen Gelben Schleier um die Aura der Kreatur bemerkten. Mir war klar das dies eine Energie sein muss, die nicht zum Dämon gehörte. Sie stöhnte genervt: „Und du bist mieser Dämonenjäger, der erst schießt, bevor er fragt.“ Sie schüttelte den Kopf und grinste. „Ein Dämon, ein schlechter Jäger und eine Reisende sind in einem Raum… Klingt wie der Anfang von nem schlechten Witz!“, bemerkte sie, doch erklärte dann: „Ich hindere ihn daran zu verschwinden. Zuerst dachte ich, er gehört zu dir.“ „Ich gehöre niemanden!“, rief die hohe Stimme des Dämonen dazwischen. „Ah, aber jetzt weiß ich das du einfach ein schlechter Jäger bist. Meine Güte das seid ihr beide.“ Sie sah den Dämon an. „Du klebst dich an ihn und meinst es reicht wenn man dich nicht sieht. Dann reist du bei uns auch noch per Anhalter mit. Und das ganz ohne Handtuch!“ bei ihrem letzten Satz musste sie wieder grinsen. Ich verstand nicht wieso. Dann sprach sie mit mir: “ Und du… Hast mich wohl mit einem Mädchen verwechselt das du stalkst oder was?“ „Was soll das heißen?“ fragte ich verdutzt. Daraufhin schlug sie sich die Hand vor ihr Gesicht. „Hihihi, was für ein Amüsanter Mensch.“, kicherte der Dämon, der wohl keine Probleme damit hatte festgehalten zu werden. „Ah, Ich weiß nicht ob du ein perverser bist, oder einfach keine Ahnung vom Leben hast.“ murmelte sie. Sie sah wieder auf und sagte noch etwas in einem ernsten Ton: „Ein Dämonenjäger der es nicht einmal merkt wenn ein Dämon ihn verfolgt ist nutzlos.“ Ich schwieg. Denn sie hatte recht. Natürlich habe ich eine Präsenz gespürt, doch ich habe nichts wirklich bemerkt. Das machte mich wütend.
„Das ist wie ein Jagdhund der kein Blut riechen kann.“ meinte der Dämon. Sie nickte und sagte daraufhin: „Wie ein Koch der nichts schmecken kann.“ Dann meinte der Dämon wieder: „Ein Rad das nicht rollen kann.“ „Dann wäre es doch kein Rad.“ bemerkte sie. „Stimmt, stimmt, außer man nennt es so. Oder ein Buch das man nicht lesen kann.“ mittlerweile schienen sie sich darüber zu amüsieren und sie sagte: „Wie die Räder von Jagusk. Nutzlose kleine Würfel, aus denen man nur Schreie gewinnen kann. Aber du bist wie ein Mikro, mit dem man nichts aufnehmen kann.“ Dabei deutete sie mit ihrem Daumen auf mich. „Oder eine Waffe, mit der man nicht töten kann.“ fuhr der Dämon fort. „Eher wie ein Musiker der nicht hören kann.“ „Aber, Aber, gab’s da nich‘ ein?“ fragte der Dämon. „Nunja, Beethoven war schwerhörig, wurde aber erst spät wirklich taub. Zudem hatte er eine Metall Kuppel auf dem Klavier mit dem er die Schwingungen der Töne spüren konnte. Ist es nicht beeindruckend, so zu komponieren? „Aha, Aha, da ist `n wissendes kleines Ding hi´“ frech grinste der Dämon. „Spar dir den Sarkasmus… Ich kenne diesen Akzent bei Dämonen. Bist du ein Geradug-plaghin- kleporianuvars-roroliatrer?“ fragte sie überrascht.
„Was?!“ rief ich in den Raum, da ich nun entgültig verwirrt war. Ich wusste nicht mehr was hier passiert, geschweige denn was hier geredet wird.

Party

Party!

Eigentlich wollte ich gerade Mathe lernen.

Partey!!!

Nein, Zahlen!

Wir sollten lieber jemand anderen Zahlen lassen.

Was? nein!

Komm schon lass uns feiern.

Du willst dich also sinnlos betrinken, laute Musik hören und dabei Inhalts lose Gespräche mit Leuten führen die du nicht mal kennst?

Das klingt nach Spaß! Also los.

Das klingt nach Zeitverschwendung.

Buh! Spaß ist nie Zeitverschwendung.

Lernen macht mir Spaß.

Ach bitte. Allein in einem Zimmer sitzen, deinen Verstand füttern und Ideen bekommen die du nicht mal jemanden mitteilen kannst? Das klingt nach Zeitverschwendung.

Finde dich damit ab das es mir anders geht.

Partey, partey, partey!

Sprich es wenigstens richtig aus.

Komm schon ich habe eine neue Bar gefunden. Da wurde ich noch nicht raus geworfen. Ich habe mir heute extra Zeit genommen um raus zu gehen.

Nein. Ich habe mir heute extra Zeit genommen um Mathematik zu lernen.

Leute, ich muss in 5 Minuten bei beim Kino sein.

Was?

Was? Du hast Pläne?

Ja, danke. Dank euch komme ich zu spät. Mal wieder.

Oh, heute war was geplant…

Tja…


Selbstgespräche

Abend.

Oh nein, lass mich doch einfach allein…

Theoretisch bist du das. Immerhin sind wir du.

Theoretisch. ja. Nur fühlt sich das praktisch nicht so an.

Das klingt bedenklich.

Wenn man das so einem Psychologen sagen würde, würde es zu einer lustigen Diskussion kommen.

Wie kannst du alles lustig finden?

Das würde mich auch interessieren.

Nicht alles ist lustig. Aber sehr viel. Das Leben macht Spaß, und alles andere lasse ich mir gar nicht erst einreden.

Aber nur, weil wir Schmerz verspüren entwickeln wir uns. Ohne Entwicklung leben wir nicht. Und der Schmerz ist ein großer Teil des Lebens und das, was am meisten im Gedächtnis bleibt. letztendlich leben wir um unserem Tod eine Bedeutung zu verleihen. Denn diese Limitierung lässt uns fragen wozu unsere Existenz gut ist. Sie zwingt uns dazu uns zu vermehren und die Art zu erhalten. Auch der Tod macht keinen Spaß und ist Teil des Lebens. Er macht für viele das Leben erst lebenswert, so kontrovers wie es auch klingt.

Ach bitte, Das Leben macht Spaß. Es gibt viele kleine freudige Momente, und auch einige große. Wir neigen dazu den Schlechten mehr Bedeutung zu verleihen als den guten. Sicher passieren Fehler, erleiden wir schmerzen und ja, wir müssen alle sterben. Na und? Darum muss ich nicht für den Tod leben. wir wissen nicht wann wir sterben. Es gibt keinen Countdown. Darum kann ich doch auch einfach jeden Moment vom Leben genießen. Das schlechte kommt von allein. Aber das gute müssen wir erschaffen oder hüten.

Okay, stop. Ich wollte nur wissen wie du so gut gelaunt bleibst und jetzt redet ihr über den Tod und dessen Bedeutung dazu zum Leben?

Ja.

Wieso nicht?

Das… ist schnell eskaliert…

Damit bestätigst du mich nur. Der Tod kann jeder zeit kommen. Darum suchst du Bedeutung in jedem Moment. Der Tod bestimmt durchaus unser Leben. Oder das Leben im allgemeinen. Ohne Tod gäbe es keine Entwicklung.

Verdammte Biologen… Nicht mal über den Tod kann man mit euch melancholisch diskutieren.

Da gibt es nichts zu diskutieren vom Biologischen Standpunkt aus. Außerdem bin ich kein Biologe. Ich hab keine Ahnung was ich bin.

Es gibt genug Diskussionsmaterial. Aber viele Menschen neigen dazu die Dinge einfach hinzunehmen.

So wie du. Du hast den Tod, genau wie die Existenz des schlechten einfach hingenommen. Du hast es akzeptiert um nicht auf der stelle zu treten.

Ich habe es akzeptiert. Denn das schlechte ist genau so notwendig wie das gute. Ist es da noch wirklich schlecht? Des einen Leid ist immer des anderen Freud. Dennoch nehme ich die DInge nicht einfach hin. Ich hinterfrage sie.

Ich versuche doch auch sie zu verstehen.

Ja aber auf die langweilige Art und Weise. Du suchst nur trockenes Fakten wissen.

Das ist doch interessant. Was soll an dir anders sein?

Naja, ich möchte Erfahrungen, Meinungen und praktische Antworten.

Nichts ist anders. Ihr seid beide die gleiche Person. Und diese Person bittet darum das ihr mal den Rand haltet.

Bitte? Ich muss meine Meinung äußern.

Ich wollte sowieso lesen. Also kann ich auch gehen.

Ja, geht. beide. Im ernst, kann ich nicht einfach normal denken?

Was, wenn normale Menschen auch so denken?

Das bezweifle ich.

Oh ja, wir sind was ganz besonderes. Bla Bla.

Will ich gar nicht sein.

Hm. Also Wundervoll bin ich ohne Frage. Und jeder hält sich für besonders… nein ich passe.

Oh, zur Hölle. Ich muss morgen trainieren. Und lernen. Und Arbeiten.

Ach was. Nachdenken steht dir besser.

Was arbeitest du schon?

Es gibt ein paar Dinge… Okay das reicht. Gute Nacht.

Ligth a Way… Teil 2

Endlich habe ich es geschafft. Ich bin aus diesem dunklem Ort entkommen und nun in der Stadt angekommen.
„Mist. Ich bin in irgendeiner Gasse gelandet.“, stellte ich enttäuscht fest, während ich mich umsah. Oh, Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt? Mein Name ist Joe. Mein Nachname? Unwichtig. Wer merkt sich das schon? Wichtig ist, dass dies mein erster Tag in einer Stadt ist. Ich habe das Dorf in dem ich aufgewachsen bin verlassen um jemanden zu suchen. Allerdings habe ich mich verlaufen… Und ich spüre eine seltsame Aura… Aura? Ja. Ich darf so reden. Denn ich…
Drehte mich plötzlich erschrocken um. Irgendwas war dort. Aber ich vernahm nur Stille. „Ich wurde reingelegt?“, fragte ich mich selbst. Aber ich spürte doch etwas. Mit einem unwohlem Gefühl sah ich mich um. „I…Ist da jemand? Irgendwer?“, murmelte ich in meinen Bart. Aber dort war nichts. Nur ein seltsames Gefühl. Eine Präsenz die ich spürte. Das versuchte ich zu ignorieren und lief zurück.

Nach einiger Zeit stand ich vor einem breitem, steinernem weg. An mir liefen die verschiedensten Menschen vorbei. Auf diesem breitem Weg fuhren sich selbst bewegende, überdachte Maschinen. „Das müssen Automobile sein!“, stellte ich begeistert fest. „Autos, griechisch für: selbst und mobilis: lateinisch für beweglich. Sie werden auch nur Autos genannt. Richtig davon habe ich gelesen. Sie werden von einem Motor angetrieben. Und fahren auf Straßen. Dann muss das die Straße sein!“, schlussfolgerte ich laut. Neugierig sah ich mich um und bemerkte wie einige Menschen auf einer Stelle gleichzeitig die Straße überquerten. „Das sieht sicher aus.“, murmelte ich und lief dort hin. „Hm.“, ich sah auf und bemerkte drei Lichter die an einer Säule angebracht waren. laut dachte ich nach: „Rotes Licht? Beleuchten tut es jedenfalls nichts, dafür ist es zu schwach. Vielleicht dient es zur Kommunikation?“, neben und hinter mir standen nun auch einige andere Menschen die ebenfalls auf die Säule schauten. „Freak“, hörte ich einen der Menschen sagen. Dieses Wort kannte ich nicht, weshalb ich mich fragte welche Sprache man hier spricht. Ich hatte zu viele Fragen, also beschloss ich die Person neben mir zu fragen. Diese trug eine längere Jacke und hatte eine Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Zudem trug sie einen langen, roten Schal der zwei Mal um ihren Hals gewickelt war und über ihrer Schulter nach unten fiel. Diese Person hatte eine seltsame Ausstrahlung, und ihr Mund war zu einem unzufriedenen Strich gezogen. Also beschloss ich jemand anderen zu fragen. Und zwar eine junge Frau zu meiner Linken, die zudem einen Korb vor sich schob, in dem sich ein kleiner Mensch befand. „Entschuldigung.“, begann ich sie zu fragen. „Ich bin nicht von hier, können sie mir sagen was das für Lichter sind, und wieso alle hier auf sie starren?“, Mit großen Augen sah mich die blonde, zierliche Frau an. „Da wo sie herkommen gibt es keine Ampeln?“, fragte sie mich. „Ampeln heißen diese Säulen also. Nein, so etwas gibt es in meinem Dorf nicht. Wozu sind sie gut?“, wollte ich wissen. Die Frau begann zu lächeln und den Kopf zu schütteln. „Oh je, ist hier eine Kamera?“, fragte sie mich. Doch ich schüttelte nur begriffsstutzig den Kopf: „Warum sollte ich jetzt ein Foto machen wollen?“ Die Frau atmete tief ein. Entsetzt sah sie mich an. „Finden sie das lustig?“, fragte sie in einem ersten Ton. „Nun ja…“, Freundlich lächelte ich sie an. Doch sie erwiderte nur wütend: „Wehe sie stellen das ins Internet!“ Verwirrt sah ich die Frau an. „Inter… was?“, Sie sah auf und rief: „endlich grün!“, dann lief sie, wie ein paar andere Menschen, an mir vorbei über die Straße. „Ich verstehe nicht.“, sagte ich überwältigt von den vielen Eindrücken.

Plötzlich stieß mich jemand auf die Straße. Es war die Person mit der großen Kapuze und dem roten Schal. „Bei Grün gehen und bei Rot stehen. Also los, lauf. Sonst stehen wir hier noch den ganzen Tag.“, erklärte sie mir und lächelte dabei. Dann ging sie über die Straße. „Bei Grün gehen…“, murmelte ich. „Ah, natürlich!“, rief ich und lief los. Auf der anderen Straßen Seite angekommen bedanke ich mich bei der Person: „Vielen Dank. ich wäre einfach stehen geblieben.“ „Vermutlich. Wo kommst du eigentlich her? Aus einem weißem Zimmer?“, fragte sie mich. Überrascht sah ich sie an. „Es war eher grau. aber bei den schlechten Lichtverhältnissen ist das schwer zu sagen.“, erzählte ich. „Ach du Schande, ich rufe die Polizei, wenn ich nur die Nummer von hier wüsste…“, sie sah sich um. Ich schüttelte den Kopf und erklärte mich: „Ich bin kein Verrückter. Ich komme aus einem kleinem, dunklen Ort und bin nun das erste Mal in einer Stadt.“ „Ach, was eine Gummizelle ist weißt du, aber Ampeln kennst du nicht?“, fragte sie schnippisch. „Das steht alles in einem Buch das mir mein Opa gab.“, erklärte ich. Sie nickte und fragte: „Okay. Wie heißt denn dein Dorf?“ Ich wollte antworten doch da rief sie selbst dazwischen: „Weißt du was? Mir egal. Ich bin ich auch nicht von hier und kann dann auch nichts mit dem Namen anfangen. Ich würde mir wohl nicht mal den Namen merken. Also was soll’s. War nett. bleib bei Rot stehen, gehe bei Grün und hör auf den Leuten Angst zu machen. Schönen Tag noch.“ Sie hob die Hand und wollte gehen. „Moment, weißt du wo hier ein Barbier ist?“, fragte ich schnell. „Was weiß ich.“ Sagte sie und ging an mir vorbei. „Ich komme aus einer anderen Welt und kenne diese noch nicht gut genug.“, sagte sie mit einem ernsten Ton. „Hah.“, Sie sprach weiter: „Außerdem bewegen sich manche Steine in der Wüste Zielgerichteter fort als ich, so schlecht ist mein Orientierungssinn. Sieh dich einfach um.“ enttäuscht stand ich da. Das war jedoch eine Interessante Begegnung, nicht wahr? Allerdings wollte ich weiter und fragte die nächste Person die an mir vorbei lief: „Entschuldigung, wissen sie wo es hier einen Barbier gibt?“ Der Mann blieb stehen und antwortete Freundlich: „Oh, es gibt zwei hier in der Nähe. Aber der beste ist ein paar Straßen weiter. gehen sie einfach hier gerade aus, dann da vorne rechts, nach ein paar Metern nochmal rechts…Äh…“, kurz überlege der Mann und erklärte dann weiter sehr Gestiken reich den Weg: “ Genau dann kommt da der große Brunnen. Dort ist dann ein italienisches Restaurant. Das ist aber nicht so gut… An diesem laufen sie dann vorbei und gehen links durch eine Gasse. Da dann nochmal rechts und sie kommen an eine kleine Straße. Wenn sie dann rechts hoch laufen finden sie den Barbier. er ist nicht zu übersehen. In der Straße gibt es sonst nicht viel.“ Ich nickte. „Vielen Dank.“, „Können sie sich das merken?“, fragte der Mann. „Natürlich. Gerade aus, an der Kreuzung dort vorne rechts, dann der Straße folgen und bei der nächsten Einbiegung nochmal rechts. am großen Brunnen angekommen muss ich am Italienischen Restaurant vor bei und links in eine Gasse einbiegen. Wenn ich dann noch einmal rechts gehe muss ich an der rechten Seite die Straße hoch laufen. Dort befindet sich der Babier.“, ich gab all das wieder. „Gut. Tschö“, sagte der Mann und lief weiter.

Ich folgte der Weltbeschreibung und war nach einiger Zeit beim Barbier angekommen. Es war ein kleiner Laden, der aber sehr gemütlich eingerichtet war. „Guten Tag, ich suche einen Babier.“, sagte ich zu einem glatzköpfigen Mann. Er musterte mich, lächelte dann und sagte: „Dann sind sie hier richtig! Ah, der Bart muss ab, richtig?“, „Ich schätze schon.“, antwortete ich. Er zeigte in Richtung eines freien Stuhls. „Gerade ist nicht viel los. Kommen sie, dort drüben ist noch genug frei.“, Gut gelaunt nahm ich Platz und nahm meinen Hut ab. „Gut. Darf ich ihnen das Du anbieten? So alt sind sie ja noch nicht.“ Er nahm ein Rasiermesser zur Hand, säuberte es nochmal und legte mir dann ein großes Tuch um. Dann strich er meine Wange mit Rasierschaum ein. „Natürlich, kein Problem. Wissen sie, ich bin gar nicht von hier. Ich bin vor etwas weggelaufen und habe mich dann verlaufen. letztendlich wurde mir dieser Laden mir empfohlen als ich jemanden fragte wo es hier einen Barbier gibt.“, erzählte ich. „Schön das ich weiter empfohlen werde, hoffentlich tust du das auch! Vor was bist du denn weggelaufen? In dieser Stadt gibt es auch ein paar komische Gestalten, nicht das du auf so jemanden gestoßen sind.“, „Solange sie mich nicht schneiden, empfehle ich sie natürlich. Auf eine Komische Gestalt bin ich nicht getroffen. Aber ich habe eine seltsame Aura gespürt, die mich verfolgt hat.“, Nachdem ich das sagte, schloss ich meinen Mund und hob mein Kinn nach oben und er setze den Rasierpinsel neu an. „Eine… Aura? Junge, du bist paranoid!“, sagte er zu mir mit einem Lachen. Kurz wartete ich bis der Pinsel auf meiner anderen Wange kreiste, und ich wieder sprechen konnte. „Nein, bin ich nicht!“, widersprach ich. „Also gut, jetzt bitte still halten, sonst bekommst du ein Joker Lachen.“, „Ein was?“, fragte ich neugierig doch hielt still als er das Rasiermesser hervor holte. Im Spiegel beobachtete ich wie er mich sorgfältig rasierte. Das dauerte eine Weile, und als er fertig war stand er neben mir, reinigte sein Messer und fragte: „Was ist mit den Haaren? Ich darf und kann auch Haare schneiden, weißt du?“, Ich betrachtete mich im Spiegel und lobte seine Arbeit: „Das sieht gut aus.“ dann ging ich auf seine Fragte ein: „Muss an denen auch etwas gemacht werden?“ Er steckte das Messer in eine Ledertasche an seinem Gürtel und fragte mich daraufhin: „Was hast du denn heute noch vor?“ „Ich suche ein Mädchen.“, antwortete ich ehrlich. Der Barbier brach in Gelächter aus: „haha, tun wir das nicht alle?“ verdutzt saß ich da. „Achso?“, fragte ich. Denn mir war nicht klar was er meinte. Er räusperte und sprach dann weiter: „Dann muss an den Haaren noch etwas gemacht werden.“ „Na gut.“, stöhnte ich. „Aber nicht zu kurz.“, Ich sah im Spiegel wie er sich über seine Glatze strich und lächelnd sagte: „Meine Frisur bekommst du nicht!“ Dann begann er meine Haare zu schneiden. „Haben hier alle diesen Humor?“ fragte ich. „Viele.“ antwortete er.

Nach einiger Zeit machte er einen Schritt zurück und betrachtete sein Werk. Ich sah mich selbst im Spiegel an und lächelte vor Zufriedenheit. „Weiße Haare schneide ich nicht oft. Das ist ungewöhnlich. Gerade in deinem Alter.“, erwähnte er. „Ich weiß.“, antwortete ich und strich mir durch meine frisch geschnittenen Haare. „Ich hoffe es gefällt dir so gut wie mir.“ sagte er stolz.
„Da muss man erst durch in eine andere Dimension reisen um einen guten Frisör zu finden! Danke, bis bald!“, rief plötzlich eine andere Kundin durch den Raum. Sie saß schon da als ich rein kam, jedoch habe ich sie mir nicht genau angesehen. „Heute sind nur verrückte hier…“ murmelte der Barbier und zupfte seine rote Fliege zurecht. Mir wurde klar, das diese Person diejenige sein könnte die ich suche. Es wäre möglich, dass das Mädchen das ich suche durch Dimensionen reisen kann. „Danke. Stimmt so!“, sagte ich, sprang auf und drückte dem Barbier das Geld in die Hand, das ich in meiner Manteltasche fand. „Beehre uns wieder!“ rief der Barbier mir nach.
Sie hat den Laden bereits verlassen. Schnell drückte ich die Türe auf, und sah mich draußen um. Es regnete in Strömen und die Straße war leer. Alles was ich sah war ein Papierschiffchen das auf dem Wasser Richtung Abfluss fuhr. „Wie konnte sie so schnell verschwinden?“, fragte ich mich. Enttäuscht lief ich die Straße hoch. „Argh“, plötzlich wurde ich am Kragen gegen eine Wand gezogen. Doch anstatt auf die Wand zu fliegen, stolperte ich durch sie hindurch. „Was zum?!“ stotterte ich und fiel auf einen weißen Grund. Verwirrt sah ich mich um. Am ganzen Körper zitterte ich und bemerkte eine Person die vor mir stand. Ich stolperte wohl an ihr vorbei. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um zu sagen, wieso du mir folgst. Was willst du von mir?“, fragte eine weiche, weibliche Stimme, jedoch in einem wütendem Tonfall. Ich erkannte die Stimme wieder. Es war die gleiche die mich an der Ampel auslachte und mir dann erklärte wann ich die Straße überqueren kann.

„Was zum Teufel ist gerade passiert?! Wo bin ich?“, rief ich während ich mich aufrappelte. „Alles was es hier gibt ist ein Boden! Und nicht einmal diesen kann ich richtig sehen! Was ist das für ein seltsammer Ort?“, tatsächlich gab es hier nichts. Es schien wie ein weißer, endloser Ort. Meine Knie wurden weich denn ich bekam eine Vermutung: „Bin ich Tod?“, fragte ich. Sie stand neben mir, sah  mich jedoch nicht an. „Ah, noch nicht.“, stöhnte sie und senkte den Kopf, der in eine Kapuze gehüllt war. „Noch?!“, schrie ich und fiel auf die Knie. Meine Gefühle übernahmen mich und ich begann zu weinen. Vor lauter Angst sprach ich aus was mir alles durch den Kopf ging: „Das heißt du bringst mich um! Und mein Abenteuer endet schon jetzt! Irgendwo im Nirgendwo! Niemand kennt mich gut genug um meine Geschichte zu erzählen. Ich hatte noch so viel vor. Nur weil ich dich mit dem Mädchen verwechselt habe, das mich gerettet hat, muss ich sterben. Bah! Ich habe mein Leben dafür weggeschmissen Dämonen zu jagen, die sowieso nicht jeder wahrnimmt. Ich habe nichts erreicht oder hinterlassen. Dabei wollte ich doch noch-“ Sie unterbrach mein Geheule: „Du bist ein Dämonenjäger? Wie kannst du dann so unerträglich laut sein?“ Sie drehte sich zu mir und fragte: „Wie kann ich dir denn helfen?“ Ihren Tonfall konnte ich dabei nicht richtig einordnen. Ich stand auf und wischte meine Tränen ab. „Es wäre hilfreich wenn du mich nicht umbringst.“, murmelte ich weinerlich. „Gib mir einfach keinen Grund dich zu töten.“, sagte sie genervt. „Und mir sagst wer du bist.“, fügte ich hinzu. „Das war eine ironische Frage. Sarkasmus… Wieso sollte ich dir helfen wollen?“, „Sar… was?“, wollte ich wissen. Dann sah sie auf und musterte mich. Plötzlich wurde mir etwas klar und auf einen Schlag wurde ich wieder selbstbewusster. „Du glaubst mir? Dann kennst du noch andere Dämonenjäger? Woher? Niemand glaubt mir das, denn nicht jeder kann Dämonen sehen, sagte mir mein Opa.“, Sie ignorierte mich und murmelte in ihren Schal hinein: „Du deformierst dich.“ Verwirrt sah ich meine Hände an. Die länge meiner Finger veränderte sich. Meine Hand wurde Dicker und mein Mantel zerfiel nach und nach. Ich begann ihn auszuziehen. „Was passiert hier?“, fragte ich. „Deine Molekulare Struktur verändert sich. Eine Nebenwirkung von Interdimensonalen Reisen, wenn man es nicht gewohnt ist. Deine Hände sehen aus als hätte sie ein Grundschüler gezeichnet…“, „Was?!“, fragte ich entsetzt. Sie schüttelte den Kopf und streckte ihren Arm aus. „Wir müssen hier weg.“, sagte sie dabei. Ich beobachtete wellenartige Bewegungen vor ihrer Hand. Auf einmal packte sie mich wieder am Kragen des Mantels, den ich halb ausgezogen hatte, und warf mich gegen die Wellen. „Heh!“, schrie ich dabei. Erneut fiel ich hindurch. Diesmal landete ich auf einem Fliesenboden. Tief atmete ich durch, betrachtete meine Hände und bemerkte das diese wieder normal waren. „Ein Glück.“, sagte ich erleichtert. Dann sah ich wie aus der Wand vor mir das Mädchen schritt. erneut musterte sie mich und urteilte dann: „Hm, du siehst wieder normal aus. Aber dein Mantel ist hin.“

 

Ligth a way … Teil 1

„Endlich habe ich es geschafft…“, murmelte ich in meinen Bart. Als ich noch ein Kind war erzählte mir mein Opa oft von dem, was ich jetzt selbst ungläubig betrachtete. Die Sonne stand hoch an diesem Tag. Und in diesem Moment, an dem ich einfach nur dar stand und versuchte zu begreifen was passiert war, spürte ich die unerbittliche Hitze der Sommer Sonne. Ich kannte dieses Gefühl nicht. Es war mir neu, doch empfand ich diese Wärme als angenehm. Aber es war für mich unbegreiflich wie ich diesen wichtigen Stern noch nie gesehen haben konnte. Die Sonne. Zum ersten Mal nahm ich ihr Licht wahr. Und für mich machte das alle Farben die ich wahrnahm so leuchtend und satt wie nie zu vor. Ich wagte es aber nicht auf zu sehen. Die Krempe meines Hutes legte einen schützenden Schatten auf meine Augen. Es war für mich schon anstrengend genug das Licht aus dem Schatten heraus zu betrachten. Denn alles war so ungewohnt Hell. Ich kannte nur Dunkelheit.
„Ich bin draußen!“, jubelte ich siegessicher. Tief atmete ich durch. Diese Luft war so… Rein. Da wo ich her kam war sie feucht und kalt. Nur in unseren Hütten war es warm. Aber darüber wollte ich nicht weiter nachdenken. Ich sah auf einen Trampelpfad. Meine Augen folgten ihm und erkannten am Horizont die Umrisse einer Stadt. „Dort sollte ich als erstes hin.“, sagte ich zu mir selbst. Daraufhin machte ich mich auf den Weg und ging in Richtung Stadt. „Das wird ein Abenteuer!“, rief ich motiviert und warf dabei vor lauter Vorfreude meinen linken Arm in die Luft.

 

 

Light a way … Eine Geschichte

Ich grüße euch. Bevor es los geht, eine kurze Erklärung: „Light a way“ ist eine Geschichte von mir, die ich nebenbei gezeichnet habe. Ja, gezeichnet. Denn ursprünglich ist es ein Manga. Dieser ist allerdings mit Kugelschreiber gezeichnet und der Text ist handschriftlich eingetragen. Weil er nicht so „professionell“ gezeichnet ist nenne ich ihn auch gern meinen Kritzel-Manga. Er war auch nie dafür gedacht das ich ihn veröffentliche. Aber ich finde die Geschichte doch ganz lustig und möchte sie teilen. Und… In diesen Blog kann ich ja fast alles hochladen was ich will. Also starte ich einen Versuch und lade mal die Geschichte hoch. Allerdings ist das die schriftliche Fassung. Kein Manga. Nur Text. Gut, vielleicht mit ein zwei Bildern. Aber hauptsächlich Text.

Oh, natürlich… Was ist light a way überhaupt?

„light a way“ eine Comedy, Fantasy, Sciencefiction, Abenteuer… Sarkastische… Geschichte.

Es geht um Joe. Einen unbeholfenen, eher tollpatschigen jungen Mann der aus seinem kleinen Dorf weggelaufen ist um ein Mädchen zu suchen das ihm, seiner Meinung nach das Leben gerettet hat. Dabei trifft er zum ersten Mal auf echte Zivilisation. Nebenbei ist er ein Dämonenjäger… In einer Welt in der kaum jemand Dämonen wahrnehmen kann. Auf seiner langen Reise mit vielen Umwegen trifft er sowohl auf das normale Leben, als auch auf außergewöhnliche Personen und Wesen. Beides über fordert ihn. Was dazu führt das er an den Situationen wachsen muss. Oder, was oft der Fall ist, das beste aus dem macht, was er sich eingebrogt hat.

Soviel dazu.

Viel Spaß dabei diese komische Geschichte zu lesen.